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Wahlinformationen über die Nationalratswahlen:
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Vorgezogene Parlamentswahlen in Österreich.

Wahltermin
der vorgezogenen Neuwahl des Nationalrats ist am 15. Oktober 2017.
In kleinen Gemeinden ist manchmal schon um 10.00 oder 11.00 Uhr Wahlschluß.
In großen Städten sind die Wahllokale meist bis 16 Uhr geöffnet.
In Wien sind die Wahllokale am Wahlsonntag von 7-17 Uhr geöffnet.

Wer darf wählen?
Wahlberechtigt sind österreichische Staatsbürger, die am Wahltag das 16. Lebensjahr vollendet haben.
Das sind nach den endgültigen Zahlen des Innenministeriums 6.401.304 Österreicher.
Die Frauenquote bei den Wahlberechtigten beträgt 51,7%.
EU-Ausländer und sonstige Ausländer sind NICHT wahlberechtigt.

Welche Parteien kann man wählen?
  1. CPÖ: „Christliche Partei Österreichs“
  2. EUAUS: „Für Österreich, Zuwanderungsstopp, Grenzschutz, Neutralität, EU-Austritt“
  3. FLÖ: „Freie Liste Österreich & FPS Liste Dr. Karl Schnell“
  4. FPÖ: „Freiheitliche Partei Österreichs“
  5. GILT: „Liste Roland Düringer – Meine Stimme Gilt“
  6. Grüne: „Die Grünen – Die Grüne Alternative“
  7. KPÖ-PLUS: „Kommunistische Partei Österreichs und Plattform PLUS – offene Liste“
  8. ÖVP: „Liste Sebastian Kurz – Die neue Volkspartei“
  9. M: „Männerpartei – für ein faires Miteinander“
10. NBZ: „NBZ - Neue Bewegung für die Zukunft“
11. NEOS: „NEOS - Das Neue Österreich gemeinsam mit Irmgard Griss, Bürgerinnen und Bürger für Freiheit und Verantwortung“
12. ODP: „Obdachlose in der Politik“
13. Pilz: „Liste Peter Pilz"
14. SLP: „Sozialistische LinksPartei“
15. SPÖ: „Sozialdemokratische Partei Österreichs“
16. Weiße: „Die Weissen – Das Recht geht vom Volk aus. Wir alle entscheiden in Österreich. Die Volksbewegung.“
=> Kandidaten bei der Nationalratswahl 2017
 

Stimmzettel zur Nationalratswahl 2017 je Bundesland:

In Österreich gibt es 39 Regionalwahlkreise.
Jeder Regionalwahlkreis hat bei der "National-ratswahl" einen eigenen Stimmzettel.
Viele Österreicher fragen sich, warum es keinen einheitlichen Stimmzettel für ganz Österreich gibt.
Mögliche Antwort: Das wäre zu einfach und zu billig. Dann müßte man auch im Regionalwahlkreis die Vorzugsstimme händisch eintragen, sowie bei der Bundes- und Landes-Vorzugsstimme. Die Druckerei hätte weiters nur einen Auftrag, statt 39 verschiedene Aufträge.
Nicht auszudenken, wenn bei der Nationalratswahl die ganze österreichische Nation den gleichen Stimmzettel hätte, denn der wäre dann "national" (= politisch nicht korrekt) und nicht "regional".
 

Burgenland-Stimmzettel:
Burgenland Nord, 1A Burgenland Süd, 1B

Kärnten-Stimmzettel:
Kärnten Klagenfurt, 2A Kärnten Villach, 2B Kärnten West, 2C Kärnten Ost, 2D

Niederösterreich-Stimmzettel:
NÖ Weinviertel, 3A NÖ Waldviertel, 3B NÖ Mostviertel, 3C NÖ Mitte, 3D
NÖ Süd, 3E NÖ Thermenregion, 3F NÖ Ost, 3G

Oberösterreich-Stimmzettel:
OÖ Linz und Umg. 4A
OÖ Innkreisviertel, 4B OÖ Hausruckviertel, 4C OÖ Traunviertel, 4D OÖ Mühlviertel, 4E

Salzburg-Stimmzettel:
Salzburg 
Stadt, 5A
Salzburg 
Flachgau-Tennengau, 5B
Salzburg 
Pinzgau-Pongau, 5C

Steiermark-Stimmzettel:
Graz und Umgebung, 6A Oststeiermark, 6B Weststeiermark, 6C Obersteiermark, 6C

Tirol-Stimmzettel:
Tirol Innsbruck Stadt, 7A
Tirol Innsbruck Land, 7B Tirol Unterland, 7C Tirol Oberland, 7D Tirol Osttirol, 7E

Vorarlberg-Stimmzettel:
Vorarlberg Nord, 8A Vorarlberg Süd, 8B

Wien-Stimmzettel:
In Wien gibt es 7 Regionalwahlkreise mit 7 verschiedenen Stimmzetteln.
=> Wien-Stimmzettel zur Nationalratswahl 2017
 
 

Wer zieht ins Parlament ein?
* Parteien, die österreichweit mehr als 4% der gültigen Stimmen erhalten.
* Parteien, die in einem der 39 Regionalwahlkreise ein Direktmandat erhalten.

Auskunft / Service-Hotline des Innenministeriums:
Telefon: 0800 20 22 20 (bis zum Wahltag)

Mehr Infos zur => Nationalratswahl



Nationalratswahl 29. September 2013:
Der Wahltermin war der 29.9.2013. Briefwähler konnten zwischen 2.9.-29.9.2013 ihre Stimme abgeben.
Stichtag: 9. Juli 2013. Der Stichtag ist für die Wählerevidenz entscheidend, insbesondere bei einem Wohnsitzwechsel.
Das amtliche endgültige Endergebnis wird von der Bundeswahlbehörde am 16. Oktober 2013.beschlossen. Dann haben wahlwerbende Parteien das Recht, innerhalb von 4 Wochen eine Wahlanfechtung beim Verfassungsgerichtshof einzubringen. Die CPÖ und die EU-Austrittspartei haben bereits eine Wahlanfechtung angekündigt.

Endergebnis der Nationalratswahl 2013 (Einsprüche und Wahlanfechtungen sind noch möglich)
SPÖ 26,8%, ÖVP 24,0%, FPÖ 21,4%, Grüne 11,5%, Stronach (Frank) 5,8%, NEOS 5,0%, BZÖ 3,6%, KPÖ 1,0%,Piraten 0,8%, CPÖ 0,14.%, Wandl 0,05%, SLP 0,02%,EUAUS 0,01%, Männerpartei 0,01%.
SPÖ-ÖVP hat wieder die absolute Mehrheit erringen können und kann weiterregieren.
SPÖ-ÖVP-Grüne haben keine 2/3 Mehrheit mehr und können keine EU-Vorgaben mehr im Parlament durchwinken. NEOS haben sich aber schon als Mehrheitsbeschaffer in EU-Fragen angeboten.
Bundeskanzler bleibt Werner Faymann von der SPÖ (Er ist gelernter Taxifahrer, werkte später als Ex-Wohnbaustadtrat in Wien, Ex-Infrastrukturminister)
=> Ergebnisse Nationalratswahl 2013

letzte Umfrage-Ergebnisse 20.9.-23.9.2013: (Gallup, Karmasin, OGM,)
SPÖ 27,0%, ÖVP 22%-23%, FPÖ 21,0%, Grüne 14,0%, Stronach (Frank) 6%-7%, NEOS 3%-4%,
BZÖ 2%-4%, Piraten 1%, sonstige 0%-2%

Es kandidieren 14 Parteien:
BZÖ, Christliche Partei, EU-Austrittspartei, FPÖ, Grüne, KPÖ, Männerpartei, NEOS, ÖVP,  Piraten, Sozialistische LinksPartei (SLP), SPÖ, Team Stronach, Wandel,
Die Kandidaten der Parteien je Bundesland => Kandidaten zur Nationalratswahl

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Geschichtlicher Rückblick:

Ergebnisse der Nationalratswahln in Österreich

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Nationalratswahl 28. September 2008:
Wahlberechtigte: Summe: 6.333.109  Frauen 3.301.424  Männer: 3.031.507
Wahlbeteiligung: 78,8%     ungültige Stimmen: 103.643  gültige Stimmen: 4.887.309

Österreich-Endergebnis der Nationalratswahl 2008 in % je Partei:
2008: SPÖ: 29,3 %  ÖVP: 26,0 %  FPÖ: 17,5 %  BZÖ: 10,7 %  Grüne: 10,4%
LIF: 2,1 % Dinkhauser: 1,8 % KPÖ: 0,8 %  Rettet Österreich: 0,7 %  Die Christen 0,6 %  Rest 0,1 %
Die an der undemokratische 4% Hürde gescheiterten Parteien schafften in Summe 6,09% der stimmen. D.h. Ihnen wurden in Summe ca 11 Mandate vorenhalten.

Österreich-Endergebnis der Nationalratswahl 2008 in Mandate je Partei:
2008: SPÖ: 57        ÖVP: 51        FPÖ: 34         BZÖ: 21      Grüne: 20

Bei der Nationalratswahl 2008 bestraften die Wähler die Regierungsparteien ÖVP und SPÖ mit schweren Verlusten: ÖVP (-8,3%) und SPÖ (-6,0%). Diese beide - ehemaligen - Großparteien wollten doch allen ernstes dem Vollmachtgeber Volk eine Volksabstimmung zum EU-Reformvertrag vorenthalten. Aber aber der tägliche Zack zwischen den Koalitionsparteinen SPÖ & ÖVP ging den Österreichern schon ziemlich auf die Nerven.
Großer Wahlsieger Jörg Haider mit dem BZÖ, der fast verdreifacht und HC Strache (FPÖ) der vereineinhalbfachte.
 

Video: 
Interviews der Spitzenkandidaten zum Wahlausgang der NR-Wahl 2008 am 28.9.2008 im Parlament, Wien
Interviewer war Hans Bürger vom ORF

Dauer: 8 min.

Video-Start/Stop durch 
Klick ins Bild 
© Wien-konkret 

Konsequenzen:
* Wilhelm Molterer (ÖVP) trat einen Tag nach der Wahl zurück. Er hatte die vorverlegte Neuwahl unter dem Motto "Es reicht" initiiert. Am 28. November 2008 wurde Josef Pröll zu seinem Nachfolger gewählt.
* Alexander van der Bellen (Grüne) trat am 3. Oktober 2008 als Bundessprecher zurück. Seine Nachfolgerin wurde Eva Glawischnig-Piesczek.
* Jörg Haider (BZÖ) verstarb - nach offizieller Version - am 11. Oktober 2008 (also nur 3 Wochen nach seinem großen Wahlsieg) bei einem Autounfall. Die Aufarbeitung des mysteriösen Verkehrsunfalls war mehr als dürftig. Deshalb gibt es wilde Spekulation, was tatsächlich zu dem Verkehrsunfall führte. => Jörg Haider
* Werner Faymann (SPÖ) blieb im Amt. Er hatte ja erst kurz zuvor den am 7. Juli 2008 zurückgetretenen Alfred Gusenbauer ersetzt.

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Nationalratswahl 2006:

Aufgrund der Nationalratswahl 2006 kam es zur Regierung Gusenbauer: 11. Jänner 2007 bis 2. Dezember 2008
Bundeskanzler Alfred Gusenbauer (SPÖ), Vizekanzler Wilhelm Molterer (ÖVP),

SPÖ: 35,3 %  ÖVP: 34,3 %  Grüne: 11,0 %   FPÖ: 11,0 %  BZÖ: 4,1%
Matin: 2,8 %  KPÖ: 1,0 %  NFÖ: 0,2 %   SLP: 0,0 %
Wahlberechtigte: Summe: 6.107.686  Frauen 3.197.989  Männer: 2.909.697
Wahlbeteiligung: 78,5 %     ungültige Stimmen: 85.454  gültige Stimmen: 4.708.281
(Es gab in Summe 1.399.405 "Weiß-Wähler", also Nicht-wähler und Ungültig-Wähler)
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Nationalratswahl 2002:

Durch die Nationalratswahl 2002 gab es keine Änderung: Die ÖVP-FPÖ Koalition wurde verlängert
Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (ÖVP), Vizekanzler Herbert Haupt (FPÖ) bis 20. Oktober 2003 , Vizekanzler Hubert Gorbach ab 21. Oktober 2003. Dabei verlor die FPÖ fast zwei Drittel ihrer Wähler von 1999 und fiel von 26,9% auf 10,0% der Wählerstimmen zurück. Die Koalition mit der ÖVP wurde dennoch fortgesetzt.

SPÖ: 36,51% ÖVP: 42,30% FPÖ: 10,01%  Grüne: 9,47%
LIF: 0,98%  KPÖ: 0,56%  SLP: 0,08%  CWG: 0,04%
Wahlberechtigte: Summe: 5.912.592  Frauen 3.116.657  Männer: 2.795.935
Wahlbeteiligung: 84,27%   ungültige Stimmen: 72.616  gültige Stimmen: 4.909.645
(Es gab in Summe 1.002.947 "Weiß-Wähler", also Nicht-wähler und Ungültig-Wähler)

Am 7. September 2002 hielt die FPÖ ein außerordentlicher Parteitag in der steirischen Stadt Knittelfeld ab. Das Zerwürfnis vom übermächtigen Jörg Haider mit der amtierenden Parteiobfrau und Vizekanzlerin Susanne Riess-Passer erreichte seinen Höhepunkt. Am darauffolgenden Tag traten Vizekanzlerin Riess-Passer, Finanzminister Karl-Heinz Grasser und Klubobmann Peter Westenthaler zurück. Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (ÖVP) nutzte die Chance seines Lebens und erzwang vorgezogenen Neuwahlen, die gegenständliche Nationalratswahl 2002. Dabei hatte sich Wolfgang Schüssel den damals populären Finanzimister Karl Heint Grasser von der FPö geangelt. Die ÖVP vereinhalbfachte sich von 27% auf 42%. Schüssel war bis zur folgenden Wahl 2006 der Star innerhalb der ÖVP.
 

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