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Wahlinformationen über die Nationalratswahlen:


Nächste Nationalratswahl in Österreich: 2011 ?
unbekannt, vermutlich im Oktober 2011

Gründe:

* Geschwächte ÖVP:
Die ÖVP ist nach den Lobbyisten-, Korruptions- & Wahlbetrugsfällen und dem Rücktritt von Vizekanzler & Finanzminister & ÖVP-Obmann Josef Pröll am 13. April 2011 stark geschwächt. Meinungsumfragen ergeben, dass die ÖVP hinter der FPÖ nur mehr auf Platz 3 liegt.
Die SPÖ könnte die ÖVP-Schwäche nutzen, um bei einer Neuwahl eventuell mit den Grünen (im Aufwind mit ihrer konsequenten Anti-Atompolitik) eine neue Koalition zu bilden.
 

* Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ) & die Abschaffung der Wehrpflicht:
Dieser will die Wehrpflicht abschaffen, offensichtlich noch vor der angekündigten Volksabstimmung. Zu diesem Zweck hat er Generalstabschef Edmund Entacher (SPÖ) am 24.1.2011 abgesetzt, weil dieser die Beibehaltung der Wehrpflicht (= geltende Rechtslage) für besser hielt und dies auch öffentlich kundtat. Das Vertrauen in Verteidigungsminister Darabos sei "massiv erschüttert", so der ÖVP-Klubobmann Kopf am 25.1.2010. Kopf sieht mit dem Weg Darabos einen "Sprengsatz" für die Koalition. Weiters dürfte Darabos die Zahlen für die zukünftigen Modelle derart manipuliert haben, dass sein favorisiertes Modell statt 2,6 Mrd nur mehr 2,1 Milliarden Euro im Jahr kosten soll. Laut ÖVP schreckt der SPÖ-Minister offensichtlich vor nichts zurück.
Bundespräsident Heinz Fischer (SPÖ) sieht als Oberbefehlshaber des Bundesheeres offensichtlich keinen Handlungsbedarf. Er hat den ehemaligen Wehrdienstverweigerer Norbert Darabos nicht als Verteidigungsminister abberufen.
Das Schweigen von Bundeskanzler Faymann (SPÖ) und Vizekanzler Josef Pröll (ÖVP) ist mehr als verdächtig. Kommt eine Regierungsumbildung?
Absage Darabos Ö1-"Im Journal zu Gast"
SPÖ-Verteidigungsminister Norbert Darabos hat seine Zusage für ein Interview im Rahmen der Ö1-Serie "Im Journal zu Gast" für Samstag, 29. Jänner 2011, heute um 14.00 Uhr zurückgezogen. Darabos begründet die Absage mit der Situation innerhalb der Koalition, die sich in den vergangenen Tagen zugespitzt habe. (OTS0234    2011-01-28/16:54)
 

* ÖBB:
Das massiv unfaire Pensionsrecht der ÖBB erzürnt die ÖVP schon seit längerem. Die ÖBB-ler gehen mit ca 52-54 Jahren in Pension, die normalen männlichen ASVG Pensionisten erst mit 65 Jahren. Mit dem ÖBB-Pensionsprivileg bedient die SPÖ ihre Stammwähler bei der ÖBB, leider mit dem Geld der tüchtigen Steuerzahler. Eisern gespart wird i neuen Budget 2011 dafür bei den Studenten, Familien und sozial Bedürftigen.
 

* schwere Budgetprobleme:
Diese führten dazu, dass Finanzminister Josef Pröll im Januar 2010 ankündigte, er wolle die verfassungskonforme Frist bis 22. Oktober 2010 nicht einhalten. Der Regierungspartner SPÖ unterstützt Pröll (ÖVP) beim geplanten Verfassungsbruch. SPÖ & ÖVP wollen das Budget 2011 erst Mitte Dezember 2010 beschließen. Es wird massive Kürzungen zu Lasten der Bevölkerung, Beamten und Pensionisten geben kündigte Finanzminister Josef Pröll immer wieder an. Die Parteienförderungen sollen aber nicht gekürzt werden.
Wie sich der österreichische Verfassungsgerichtshof zum geplanten Verfassungsbruch der SPÖ-ÖVP Regierung verhalten wird  ist nicht bekannt. Bundespräsident Dr. Heinz Fischer (SPÖ) ist noch unentschlossen und hat bis dato noch keinen Rücktritt der Bundesregierung gefordert. Er könnte die Bundesregierung auch gleich entlassen.

Mehr Infos zur => Nationalratswahl

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Geschichtlicher Rückblick:

Ergebnisse der Nationalratswahln in Österreich

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Nationalratswahl 28. September 2008:
Wahlberechtigte: Summe: 6.333.109  Frauen 3.301.424  Männer: 3.031.507
Wahlbeteiligung: 78,8%     ungültige Stimmen: 103.643  gültige Stimmen: 4.887.309

Österreich-Endergebnis der Nationalratswahl 2008 in % je Partei:
2008: SPÖ: 29,3 %  ÖVP: 26,0 %  FPÖ: 17,5 %  BZÖ: 10,7 %  Grüne: 10,4%
LIF: 2,1 % Dinkhauser: 1,8 % KPÖ: 0,8 %  Rettet Österreich: 0,7 %  Die Christen 0,6 %  Rest 0,1 %
Die an der undemokratische 4% Hürde gescheiterten Parteien schafften in Summe 6,09% der stimmen. D.h. Ihnen wurden in Summe ca 11 Mandate vorenhalten.

Österreich-Endergebnis der Nationalratswahl 2008 in Mandate je Partei:
2008: SPÖ: 57        ÖVP: 51        FPÖ: 34         BZÖ: 21      Grüne: 20

Bei der Nationalratswahl 2008 bestraften die Wähler die Regierungsparteien ÖVP und SPÖ mit schweren Verlusten: ÖVP (-8,3%) und SPÖ (-6,0%). Diese beide - ehemaligen - Großparteien wollten doch allen ernstes dem Vollmachtgeber Volk eine Volksabstimmung zum EU-Reformvertrag vorenthalten. Aber aber der tägliche Zack zwischen den Koalitionsparteinen SPÖ & ÖVP ging den Österreichern schon ziemlich auf die Nerven.
Großer Wahlsieger Jörg Haider mit dem BZÖ, der fast verdreifacht und HC Strache (FPÖ) der vereineinhalbfachte.
 

Video: 
Interviews der Spitzenkandidaten zum Wahlausgang der NR-Wahl 2008 am 28.9.2008 im Parlament, Wien
Interviewer war Hans Bürger vom ORF

Dauer: 8 min.

Video-Start/Stop durch 
Klick ins Bild 
© Wien-konkret 

Konsequenzen:
* Wilhelm Molterer (ÖVP) trat einen Tag nach der Wahl zurück. Er hatte die vorverlegte Neuwahl unter dem Motto "Es reicht" initiiert. Am 28. November 2008 wurde Josef Pröll zu seinem Nachfolger gewählt.
* Alexander van der Bellen (Grüne) trat am 3. Oktober 2008 als Bundessprecher zurück. Seine Nachfolgerin wurde Eva Glawischnig-Piesczek.
* Jörg Haider (BZÖ) verstarb - nach offizieller Version - am 11. Oktober 2008 (also nur 3 Wochen nach seinem großen Wahlsieg) bei einem Autounfall. Die Aufarbeitung des mysteriösen Verkehrsunfalls war mehr als dürftig. Deshalb gibt es wilde Spekulation, was tatsächlich zu dem Verkehrsunfall führte. => Jörg Haider
* Werner Faymann (SPÖ) blieb im Amt. Er hatte ja erst kurz zuvor den am 7. Juli 2008 zurückgetretenen Alfred Gusenbauer ersetzt.

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Nationalratswahl 2006

Aufgrund der Nationalratswahl 2006 kam es zur Regierung Gusenbauer: 11. Jänner 2007 bis 2. Dezember 2008
Bundeskanzler Alfred Gusenbauer (SPÖ), Vizekanzler Wilhelm Molterer (ÖVP),

SPÖ: 35,3 %  ÖVP: 34,3 %  Grüne: 11,0 %   FPÖ: 11,0 %  BZÖ: 4,1%
Matin: 2,8 %  KPÖ: 1,0 %  NFÖ: 0,2 %   SLP: 0,0 %
Wahlberechtigte: Summe: 6.107.686  Frauen 3.197.989  Männer: 2.909.697
Wahlbeteiligung: 78,5 %     ungültige Stimmen: 85.454  gültige Stimmen: 4.708.281
(Es gab in Summe 1.399.405 "Weiß-Wähler", also Nicht-wähler und Ungültig-Wähler)
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Nationalratswahl 2002:

Durch die Nationalratswahl 2002 gab es keine Änderung: Die ÖVP-FPÖ Koalition wurde verlängert
Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (ÖVP), Vizekanzler Herbert Haupt (FPÖ) bis 20. Oktober 2003 , Vizekanzler Hubert Gorbach ab 21. Oktober 2003. Dabei verlor die FPÖ fast zwei Drittel ihrer Wähler von 1999 und fiel von 26,9% auf 10,0% der Wählerstimmen zurück. Die Koalition mit der ÖVP wurde dennoch fortgesetzt.

SPÖ: 36,51% ÖVP: 42,30% FPÖ: 10,01%  Grüne: 9,47%
LIF: 0,98%  KPÖ: 0,56%  SLP: 0,08%  CWG: 0,04%
Wahlberechtigte: Summe: 5.912.592  Frauen 3.116.657  Männer: 2.795.935
Wahlbeteiligung: 84,27%   ungültige Stimmen: 72.616  gültige Stimmen: 4.909.645
(Es gab in Summe 1.002.947 "Weiß-Wähler", also Nicht-wähler und Ungültig-Wähler)

Am 7. September 2002 hielt die FPÖ ein außerordentlicher Parteitag in der steirischen Stadt Knittelfeld ab. Das Zerwürfnis vom übermächtigen Jörg Haider mit der amtierenden Parteiobfrau und Vizekanzlerin Susanne Riess-Passer erreichte seinen Höhepunkt. Am darauffolgenden Tag traten Vizekanzlerin Riess-Passer, Finanzminister Karl-Heinz Grasser und Klubobmann Peter Westenthaler zurück. Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (ÖVP) nutzte die Chance seines Lebens und erzwang vorgezogenen Neuwahlen, die gegenständliche Nationalratswahl 2002. Dabei hatte sich Wolfgang Schüssel den damals populären Finanzimister Karl Heint Grasser von der FPö geangelt. Die ÖVP vereinhalbfachte sich von 27% auf 42%. Schüssel war bis zur folgenden Wahl 2006 der Star innerhalb der ÖVP.
 

Austrian parliamentary elections


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